24 interessierte Mitglieder des 11er Clubs trafen sich zum Besuch am Hauptsitz des Nationalstrassengebietes VI in St.Gallen und wurden vom Leiter des GEVI, Philipp Rüttimann, empfangen.
In seiner Einführung fasste er vorerst nochmals zusammen, dass das Nationalstrassennetz seit 2008 an das Bundesamt für Strassen (ASTRA) übergegangen ist, welches die Schweiz in 11 Gebietseinheiten aufgeteilt hat. Die Gebietseinheit VI umfasst rund 285 km Nationalstrassen in den Kantonen St.Gallen, Thurgau, Appenzell-Innerrhoden, Appenzell-Ausserrhoden und Glarus und liegt in der alleinigen Verantwortung des Bau- und Umweltdepartementes des Kantons St.Gallen.
Zu diesem Nationalstrassennetz gehören auch die zweispurigen Strecken zu den einzelnen Kantonen (Ergänzungsnetz) samt den Werkhöfen in Oberbüren, Thal, Mels, Biäsche GL sowie der Stützpunkt Müllheim. Die an die Werkhöfe angegliederten Polizeistützpunkte, Raststätten und Rastplätze samt WC-Anlagen usw. gehören nicht zum Nationalstrassennetz.
Er betonte auch, dass sich seit der sehr einfachen und übersichtlichen Lösung der Ostschweizer Kantone sehr viel verändert hat und Vorschriften, statistische Erfassungen und Kontrollen sehr viel mehr Bürokratie bedeute.
Zu den rund 120 Fahrzeugen und 50 Anhänger jeder Art und 80 Schneepflügen gehören neu auch riesige und hochkomplex ausgerüstete Spezialfahrzeuge, welche Spezialausbildungen für die Mitarbeitenden nötig machen.
Die rund 150 Mitarbeitenden haben aufgrund der Leistungsvereinbarung im ganzen Nationalstrassennetz folgende sehr vielfältigen Aufgaben rund um die Uhr, bei immer dichterem Verkehr und bei jedem Wetter zu erfüllen:
Reinigung, Winterdienst, Grünpflege, Betriebs- und Sicherheitsausrüstung, Technische Dienste, Unfalldienst sowie kleiner baulicher Unterhalt und Baustelleneinrichtungen und Umleitungen mit zusätzlicher Entschädigung.
Dazu gehören zum Beispiel:
800 km Rückhaltesysteme und Leitplanken
450 Brücken
600 Unfallschäden
4`800 Tonnen Streusalz pro Jahr
28 km Tunnel
940 km Kanäle
22`000 Schlammsammler
2,7 Mio m2 horizontale und geneigte Rasen und Gehölzflächen
Die Arbeiten jeglicher Art und bei aller sorgfältigsten Einhaltung der eigenen Sicherheitsvorschriften bedeuten für viele Mitarbeitende eine grosse Belastung durch die vorbeibrausenden Autos und insbesondere durch die Car- und Lastenzüge.
Immer wieder fahren Autos in die Schutzsperren.
Die 11er Club Mitglieder zeigten sich über die Grösse und Komplexität des GEVI beeindruckt und nutzten beim anschliessenden Apéro plus rege die Gelegenheit, mehr und Zusätzliches von Philipp Rüttimann und seinen für Fahrzeuge und Technik zuständigen Mitarbeitenden zu erfahren. (wh)















